Nach der Flut: Wichtige Hinweise zum Aufräumen

Feuerwehr rät: Eigenschutz beachten, Kellerräume nicht übereilt leerpumpen.

Berlin – Während die Menschen an einigen Flussläufen Deutschlands noch mit Bangen den Scheitelpunkt der Flutwelle erwarten, offenbart das ablaufende Hochwasser in anderen Bereichen bereits den vollen Umfang der Schäden. „Gehen Sie möglichst umsichtig vor und bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr!“, appelliert Hartmut Ziebs, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), an die Betroffenen.

Der Deutsche Feuerwehrverband gibt wichtige Hinweise zum Aufräumen der Flutschäden:

    • Betreten Sie nur Gebäude in freigegebenen Bereichen! Beschädigte Bausubstanz sollte von einem Statiker begutachtet werden.
    • Pumpen Sie Ihre Kellerräume nicht übereilt aus: Ein hoher Grundwasserspiegel kann von unten gegen das Gebäude drücken und unter Umständen hohen Schaden verursachen.
    • Versuchen Sie, angefallenen Schlamm möglichst umgehend zu entfernen, ehe er trocknet und verhärtet.
    • Elektrische Geräte und Anlagen müssen erst durch Fachpersonal überprüft werden, ehe sie wieder in Betrieb genommen werden. Lassen Sie den Strom ausgeschaltet, solange sich noch Wasser im Keller befindet.
    • Lassen Sie Heizöltanks auf Schäden überprüfen. Wenn Heizöl ausgetreten ist, informieren Sie die Feuerwehr.
    • Entsorgen Sie verunreinigte Lebensmittel; verzehren Sie kein Obst und Gemüse aus überschwemmten Gebieten.
    • Verständigen Sie Ihren Versicherer und teilen Sie ihm die Verluste und Schäden mit. Dokumentieren Sie diese mit einem Fotoapparat und markieren Sie den erreichten Wasserstand.
    • Schnelle Trocknung der betroffenen Bereiche, etwa mit Heizgeräten, kann weiteren Schäden entgegenwirken.
    • Werfen Sie scheinbar beschädigte elektronische Speichermedien wie Festplatten nicht sofort weg; hier können möglicherweise wichtige Unterlagen und Erinnerungen gelagert sein, die wieder hergestellt werden können.
Quelle: Deutscher Feuerwehrverband

Vom Anzünden bis zur glimmenden Asche: Grillunfälle sind kein Kinderspiel !

(lifePR) Berlin, , Das schöne Wetter lockt ins Freie und nicht nur Sterneköche rufen wieder zum gemeinschaftlichen Grillen auf dem Balkon und im Garten auf. Doch Vorsicht ist trotz allem Spaß geboten, denn ernste Gefahren lauern. Jährlich kommt es zu 4000-5000 Unfällen beim Grillen mit mindestens zehn Prozent lebensbedrohlichen Verletzungen, die in Verbrennungszentren behandelt werden müssen. Unter Beachtung einiger Grundregeln lassen sich jedoch die meisten Risiken vermeiden, rät Prof. Dr. Henrik Menke vom Zentrum für Schwerbrandverletzte Hessen am Klinikum Offenbach.

Achtung beim Anfeuern

Der sichere Umgang beim Grillen beginnt schon mit der Auswahl eines geeigneten standsicheren Grills. Geprüfte Geräte sind an der am Gerät angebrachten Nummer “DIN 66077” zu erkennen. Flüssige Grillanzünder gehören zu den häufigsten Unfallquellen und sind für etwa drei von vier Verbrennungsverletzungen beim Grillunfall verantwortlich. Daher sind Spiritus, Alkohol oder gar Benzin als Brandbeschleuniger verboten: Auf die teils schon glühenden Kohlen gegossen, kommt es zur Verpuffung mit explosionsartiger Wirkung und Temperaturen über 1000 Grad. Geprüfte Grillanzünder tragen das Prüf- und Überwachungszeichen “DIN 66358”. Dabei sollte festen Grillanzündern der Vorzug gegeben werden.

Unterschätzt: Fettspritzer und glimmende Asche

Fettspritzer können beim Grillen zu tiefen Brandverletzungen insbesondere an unbedeckten Körperteilen wie Händen, Armen und Gesicht führen. Und durch Funkenflug kann leicht brennbares Material wie Kleidung, Papier oder trockene Pflanzen in der Umgebung des Grills entzündet werden. Insbesondere Kinder sind gefährdet und zählen zu den häufigsten Unfallopfern. Sie werden von der Faszination des Feuers angezogen und kennen die Risiken nicht. Daher sollte man Kinder beim Grillen nie alleine in der Nähe des Feuers lassen. Auch nach dem Ende des eigentlichen Grillvorganges droht Gefahr durch noch glimmende Asche auf dem Grillgerät. Die Holzkohlereste dürfen erst nach vollständiger Abkühlung entsorgt werden. Unter Beachtung dieser wesentlichen Kriterien lässt sich das Risiko für Grillunfälle drastisch verringern.

Fazit: Für einen unbeschwerten Grillabend sollten sie folgendes beachten:

– die Verwendung eines standsicheren Grillgerätes
– nur zertifizierte Grillanzünder aus Feststoff einsetzen, niemals Brandbeschleuniger wie flüssigen Spiritus, Alkohol oder gar Benzin
– keine flatternde oder leicht entzündliche Kleidung tragen, Schutzhandschuhe benutzen
– Vorsicht im Umgang mit Feuer in alkoholisiertem Zustand
– Kinder in ausreichendem Abstand und niemals ohne Aufsicht am Grill lassen
– die verbleibende Glut bis zum Ausbrennen oder Löschen unter Aufsicht haben
– für alle Fälle eine Löschdecke, Sand oder einen Feuerlöscher bereithalten
– brennendes Fett niemals mit Wasser löschen, sondern ersticken

Kommt es trotz allem zu Verbrennungen, gilt:

– kleinere Verbrennungen sofort für 10-15 Minuten mit kaltem Leitungswasser kühlen
– bei aufgetretenen Brandverletzungen den Arzt aufsuchen
– größere Brandverletzungen oder Verbrennungen an schwierigen Regionen (z. B. Gesicht oder über Gelenken) sollten in spezialisierten Kliniken mit einem Zentrum für Brandverletzte behandelt werden. Die Adressen sind allen Notärzten bekannt.

Quelle lifePR

Deutsche Feuerwehr-Meisterschaften in Cottbus

Berlin/Cottbus – 1.700 Sportlerinnen und Sportler aller Altersklassen, 150 Wertungsrichter, zahlreiche Helfer vor Ort, Fans aus ganz Deutschland: Vom 25. bis 28. Juli 2012 finden in Cottbus (Brandenburg) die Deutschen Feuerwehr-Meisterschaften statt. „Wir freuen uns auf spannende Wettbewerbe!“, erklärt Hermann Schreck, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Schirmherr der Deutschen Meisterschaften ist Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich, MdB.

Insgesamt gehen 129 Teams in den Bereichen Traditioneller Internationaler Feuerwehrwettbewerb (79), Internationaler Feuerwehrsportwettkampf (25) und Internationaler Jugendwettbewerb (25) an den Start. Auf dem Programm stehen Disziplinen wie Hakenleitersteigen, Löschangriff und Staffellauf. Die besten Mannschaften qualifizieren sich für die Feuerwehr-Olympiade des Weltfeuerwehrverbandes CTIF, die 2013 im französischen Mulhouse stattfindet.

Vizepräsident Schreck lobt die Organisatoren vor Ort: „Cottbus ist für ein Ereignis dieser Größenordnung gut gewappnet – unter anderem durch die Erfahrungen, die hier mit den Weltmeisterschaften der Internationalen Feuerwehrsport-Föderation 2011 gemacht wurden.“ Seit eineinhalb Jahren trifft sich die Vorbereitungsgruppe mit Mitgliedern aus dem Deutschen Feuerwehrverband, dem Landesfeuerwehrverband Brandenburg sowie dem Stadtfeuerwehrverband Cottbus. Aktuelle Informationen zur Veranstaltung gibt es online unter www.feuerwehr-cottbus.de/dm_index.html.

Quelle: Deutscher Feuerwehrverband

Fachempfehlung zur Schneeräumung auf Dächern

Berlin – „Die Schneeräumung ist keine originäre Aufgabe der Feuerwehr – um so wichtiger ist es, bei einer konkreten Gefährdungslage um die besonderen Gefahren zu wissen“, erläutert Hartmut Ziebs, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), den Hintergrund der Fachempfehlung „Schneelastmessung und Schneeräumung“ des DFV.

Hohe Schneelasten auf Dächern können die Statik eines Gebäudes gefährden. Das Betreten eines Daches durch Einsatzkräfte ohne Sicherung und ohne ausreichende Bauwerkskenntnisse birgt Gefahren, die vermieden werden müssen. Die Fachempfehlung „Schneelastmessung und Schneeräumung“ des Deutschen Feuerwehrverbandes bietet eine Handlungsempfehlung für derartige Einsatzlagen. Sie kann jedoch nur als erste Orientierungshilfe angesehen werden und entbindet die Einsatzleitung selbstverständlich nicht von der individuellen Lagebeurteilung.

Die Veröffentlichung beschreibt die Messung der Schneelast und die möglichen Konsequenzen sowie Grundsätze bei der Räumung eines mit Schnee belasteten Daches. Eine Checkliste fasst die Tipps und Erkenntnisse praxisgerecht zusammen. Die Fachempfehlung wurde durch Dipl.-Ing. Holger Hohage, THW Witten, und Dipl.-Ing. Christian Sting, Feuerwehr Kreis Siegen-Wittgenstein, in enger Abstimmung mit den Fachbereichen „Einsatz, Löschmittel und Umweltschutz“ sowie „Ausbildung“ des Deutschen Feuerwehrverbandes erstellt. Sie steht im Internet unter www.feuerwehrverband.de/fe-schneeraeumung.html zum Download zur Verfügung.

Quelle: Deutscher Feuerwehrverband

Acht Tipps der Feuerwehren für sicheren Advent

Berlin –  Gemütliche Abende mit Plätzchen und Kerzenschein: Die Adventszeit ist für viele Menschen eine Zeit der Besinnlichkeit. Damit diese nicht durch Brände überschattet wird, die durch Unachtsamkeit ausgelöst wurden, mahnt der Deutsche Feuerwehrverband zum sorgsamen Umgang mit Kerzen. Dadurch könnten zahlreiche Feuerwehreinsätze in der Adventszeit vermieden werden.

Acht einfache Tipps der Feuerwehr helfen, Brände zu verhindern:

  • Stellen Sie Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen (Geschenkpapier, Vorhang) oder an einem Ort mit starker Zugluft auf.
  • Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung, an die Kinder nicht gelangen können.
  • Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen – vor allem nicht, wenn Kinder dabei sind! Unachtsamkeit ist die Brandursache Nummer eins!
  • Löschen Sie Kerzen an Adventskränzen und Gestecken rechtzeitig, bevor sie heruntergebrannt sind: Tannengrün trocknet mit der Zeit aus und wird zur Brandgefahr.
  • Achten Sie bei elektrischen Lichterketten darauf, dass Steckdosen nicht überlastet werden. Die elektrischen Kerzen sollten ein Prüfsiegel tragen, das den VDE-Bestimmungen entspricht.
  • Wenn Sie echte Kerzen entzünden, stellen Sie ein entsprechendes Löschmittel (Wassereimer, Feuerlöscher, Feuerlöschspray) bereit.
  • Wenn es brennt, versuchen Sie nur dann die Flammen zu löschen, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist. Ansonsten schließen Sie möglichst die Tür zum Brandraum, verlassen (mit Ihrer Familie) die Wohnung und alarmieren die Feuerwehr mit dem Notruf 112.
  • Rauchwarnmelder in der Wohnung verringern das Risiko der unbemerkten Brandausbreitung enorm, indem sie rechtzeitig Alarm geben. Die kleinen Lebensretter gibt es günstig im Fachhandel – übrigens passen sie perfekt als Geschenk auf den Gabentisch!
Quelle: Deutscher Feuerwehrverband

Feuerwehr jetzt besser gegen Gewalt geschützt

Berlin – Wer Feuerwehrleute oder deren Einsatzfahrzeuge angreift, muss künftig mit der ganzen Härte des Rechts rechnen: Künftig können dafür bis zu zwei, in besonders schweren Fällen bis zu fünf Jahre Haft verhängt werden. Das Strafgesetzbuch sieht für Übergriffe auf Einsatzkräfte der Feuerwehren, des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes jetzt genau so harte Sanktionen wie für Polizisten vor. Damit ist eine Initiative des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) erfolgreich.

„Schläge gegen Feuerwehrleute oder bewusste Sabotage an ihren Geräten sind leider in verschiedenen Milieus gesellschaftsfähig geworden. Deshalb begrüßen wir die Verschärfung des Strafgesetzbuches sehr. Der Deutsche Bundestag hat damit ein starkes Signal gesetzt, dass Übergriffe auf Menschen, die helfen, durch nichts zu rechtfertigen sind“, sagt Feuerwehr-Präsident Hans-Peter Kröger.

Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst stehen demnach auch unter dem Schutz des Paragraphen 113 Strafgesetzbuch (StGB, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte). Paragraph 305a StGB stellt künftig auch ihre Fahrzeuge und Geräte unter besonderen Schutz.

„Damit ist ein Systemwechsel vollzogen. Täter werden nicht mehr geschont. Zugleich stellt der Bundestag klar, dass Einsatzkräfte einen Schutzraum für hilfesuchende Bürgerinnen und Bürger bilden, der unantastbar ist. Wir werten dies auch als Bekenntnis der Abgeordneten zu dem oft riskanten, haupt- und ehrenamtlich geleisteten Dienst in den Feuerwehren“, erklärt Dr. Jan Heinisch, Vorsitzender des Verbandes der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen.

Der Jurist hatte den DFV bei der Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestages vertreten. „Für diesen erfolgreichen Einsatz danke ich Jan Heinisch sehr“, betont DFV-Präsident Kröger.

Quelle: Deutscher Feuerwehrverband

Feuerwehr fordert Warnmöglichkeit bei Katastrophen

Kirkel – „Eine Weck- und Warnmöglichkeit für die Bevölkerung muss jetzt flächendeckend eingeführt werden!“: Die 58. Delegiertenversammlung des Deutschen Feuerwehrverbandes fordert Bund, Länder und Kommunen in einer Resolution auf, konkrete Schritte zur Etablierung eines solchen Systems im direkten Lebensumfeld der Menschen zu vollziehen. Die Kernpunkte der im saarländischen Kirkel-Neuhäusel verabschiedeten Resolution:

  1. Ein Weckeffekt mit einer eindeutigen Handlungsanweisung muss in Gebäuden ebenso wie im Freien erreicht werden. Bei der Auswahl der Endgeräte müssen die örtlichen Gegebenheiten und Gefahrenlagen Berücksichtigung finden.
  2. Aufgrund des Doppelnutzens ist eine flächendeckende Ausstattung von Wohnhäusern mit Rauchwarnmeldern mit Weckeffekt erstrebenswert. Durch diesen Doppelnutzen wird auch eine hohe Akzeptanz für den verpflichtenden Einbau in Wohnungen erreicht. In vielen gewerblichen Objekten sind Brandmeldeanlagen vorhanden, die ebenfalls einzubinden sind.
  3. Dort, wo besondere Risiken wie die Gefahr von Chemieunfällen oder Hochwasser bestehen, bietet sich die Installation oder die Nutzung von gemäß Bundesimmissionsschutzgesetz beziehungsweise Seveso-II-Richtlinie vorhandenen Sirenen an, um die dort besonders wichtige Warnung im Freien zu gewährleisten.
  4. Neue Techniken, beispielsweise SMS- oder Paging-Dienste, Funkwecker, Navigationssysteme und soziale Medien, müssen für die Warnung der Bevölkerung zusätzlich systematisch erschlossen werden.

Die 58. Delegiertenversammlung des Deutschen Feuerwehrverbandes stellte zuvor fest, dass derzeit in Deutschland weder eine flächendeckende Warnmöglichkeit für die Bevölkerung noch ein Signal, das auch einen Weckeffekt beinhaltet, vorhanden sind.

Der Hintergrund:

Mit Ende des Kalten Krieges verlor das bis dahin in der Bundesrepublik vorgehaltene flächendeckende Sirenennetz seine Bedeutung. Mobiltelefone, das Internet und viele intelligente Elektroanwendungen haben in der jüngeren Vergangenheit das Leben verändert. Die Menschen sind mit diesen Techniken mittlerweile vertraut und nutzen sie sehr individuell.

Rauchwarnmelder in Privathaushalten konnten bisher in neun Bundesländern gesetzlich verankert werden. Der Deutsche Feuerwehrverband hat sich in seinem Strategieprogramm „DFV 2020“ nachdrücklich dafür ausgesprochen, dass Rauchwarnmelder mit funkgesteuerter Weckfunktion flächendeckend etabliert werden.

Der Bund hat beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe die Warnschnittstelle SatWas geschaffen. Über sie ist die Information der Bevölkerung über unterschiedliche Medien wie Radio, Mobiltelefon, Rauchwarnmelder und Sirene möglich, um auf Gefahrenlagen hinzuweisen. Eine Verknüpfung von SatWas mit unterschiedlichen Endgeräten ist aber bis heute flächendeckend nicht realisiert.

Die Resolution der 58. Delegiertenversammlung des Deutschen Feuerwehrverbandes wird online unter www.feuerwehrverband.de/resolution-warnung-der-bevoelkerung.html zum Download zur Verfügung gestellt werden.

Pressekontakt während des Verbandstages:
Silvia Darmstädter, Telefon (0170) 47 56 672, E-Mail darmstaedter@dfv.org

Quelle: Deutscher Feuerwehrverband

Erfahrungen, Chancen und Perspektiven für Kinder in der Feuerwehr

Berlin – Am vergangenen Wochenende fand der zweitägige gemeinsame Fachkongress vom Deutschen Feuerwehrverband (DFV) und Deutscher Jugendfeuerwehr (DJF) zum Thema Kinder in der Feuerwehr statt.

Sie heißen Kinderfeuerwehren, Bambinis, Löschzwerge, Minis oder Kidsfeuerwehren. In Deutschland gibt es fast12.000 Kinder unter zehn Jahren in der Feuerwehr und mehr als 1.000 Gruppen (Stand April 2010). Doch einheitliche Regelungen gibt es bislang nicht.

Mehr als 100 Vertreter aus den Landesfeuerwehrverbänden informierten sich und brachten Erfahrungen aus ihrer Arbeit in die Diskussion ein. Neben rechtlichen Rahmenbedingungen und versicherungsrechtlichen Fragen wurden Themen wie Räume, Inhalte, Bekleidung und pädagogische Voraussetzungen erörtert.

„Es gibt Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen, wenn wir Kinder in der Feuerwehr haben wollen. Ich stehe nicht nur auf der Seite derer, die das wollen. Ich stehe auf der Seite derer, die sagen, das muss sein“, sagte DFV-Präsident Hans-Peter Kröger zum Beginn der Tagung. „ Das ist reine Selbsterhaltung des Systems. Wir müssen lernen uns zu kratzen, bevor es richtig juckt. Und es wird jucken: Wir als Verbände sind aufgefordert, der Zeit vorauszudenken. Wir müssen sagen: Kommt zu uns!“

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um über die Zukunft von Kindern in der Feuerwehr zu diskutieren”, ergänzt Johann Peter Schäfer, Bundesjugendleiter der Deutschen Jugendfeuerwehr. „Ich bin froh, dass so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Berlin gekommen sind und Impulse gebracht haben. Wir wissen nun, wo Bedarfe sind und wo wir als Deutsche Jugendfeuerwehr Angebote machen müssen. Denn ohne zu wissen, wo die Bedürfnisse liegen, ist es reiner Aktionismus.“

Aus der Tagung sind einige Kernforderungen an die Deutsche Jugendfeuerwehr und den Deutschen Feuerwehrverband formuliert worden:

  • Es braucht regelmäßigen Austausch zwischen den Erfahrungsträgern und den Erfahrungssuchenden. Es braucht Aus- und Fortbildungsangebote.
  • Es wird ein fester Ansprechpartner auf Bundesebene verlangt, der mit Rat und Tat zur Seite steht. Dabei wurde auch die Forderung nach einem eigenen Fachausschuss Kinderfeuerwehr formuliert.
  • Handwerkszeug und Ideen sollen in Form einer virtuellen Plattform bereitgestellt werden. Probleme und Lösungen könnten in Foren diskutiert werden.

Die Deutsche Jugendfeuerwehr hat bereits für einige der Forderungen konkrete Angebote zu machen, andere werden in den Gremien bewegt werden.
„Wir wollen einen bundesweiten Lehrgang für ‚Kinderfeuerwehrwarte’ in Form eines Pilotprojektes ins Leben rufen“, kündigtJohann Peter Schäfer an. „Der Termin ist dabei noch offen, die Form ebenso. Aber wir wollen die Ideen und Anregungen dieses erfolgreichen Kongresses aufnehmen und weitertragen.“

Derzeit ist das Thema Kinder in der Feuerwehr im Fachausschuss Bildung angesiedelt, der den Kongress vorbereitet hat. Deren Vorsitzender, Marcus Moser, sagte abschließend zu den nächsten Schritten: “Der Föderalismus führt zu vielfältigen Modellen und damit auch zu unterschiedlichen Erfahrungen und Fortschritten. Aus dieser Vielfalt heraus wollen wir die besten Ideen und Lösungen zusammentragen und für die Praxis vor Ort bereitstellen. Daher wird die Deutsche Jugendfeuerwehr mit einem ausführlichen Arbeitsheft Beispiele und Hinweise aus der praktischen Arbeit sowie theoretische Grundlagen zusammenfassen und diese für die Kameradinnen und Kameraden in den Feuerwehren aufbereiten. Wir wollen auch den Wunsch nach einer virtuellen Ideenschmiede und Infothek aufnehmen und diese baldmöglichst auf www.jugendfeuerwehr.de realisieren.“
Bei Rückfragen:
Henrik Strate, Öffentlichkeitsarbeit DJF
Tel: 0171 – 750 79 51
E-Mail: presse@jugendfeuerwehr.de Marcus Moser, Fachausschuss Bildung
Tel: 0171 – 685 89 36
E-Mail: bildung@jugendfeuerwehr.de

Quelle: Deutscher Feuerwehrverband

DFV und Deutscher Wetterdienst schließen Kooperation

Präsidenten Kröger und Adrian unterzeichnen Vertrag bei Bonner Kongress

Berlin – Zum Auftakt des 7. Europäischen Bevölkerungs- und Katastrophenschutzkongresses unterzeichneten gestern der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Bonn Bad Godesberg einen Kooperationsvertrag. Der Vertrag beinhaltet auch den Zugang zu exklusiven Online-Angeboten des DWD. So bekommen die regionalen Leitstellen und die Berufsfeuerwehren über ein speziell eingerichtetes Feuerwehr-Wetterinformationssystem (FeWIS) im Ernstfall wichtige Prognosen für ihre Einsatzplanung bei Orkanen, Schneestürmen, Hochwasser- oder Waldbrandgefahren sowie anderen wetterbedingten Katastrophen.

Wichtiger Beitrag zur Daseinsvorsorge in Deutschland

Die Kooperationsvereinbarung beschreibt zentrale meteorologische und klimatologische Leistungen für den Brand- und Katastrophenschutz. DFV-Präsident Hans-Peter Kröger kommentierte: “Extreme Wetterereignisse fordern die Feuerwehren immer mehr. Der DWD hat mit dem Warnsystem FeWIS neue Vorhersageformen entwickelt, die uns eine bessere Einsatzvorbereitung und -koordination sowie die gezielte Information der Bevölkerung ermöglichen. Wenn sich etwa für das Einzugsgebiet der Elbe Dauerniederschläge ankündigen oder ein Orkan auf Deutschland zusteuert, müssen wir schnell reagieren können. Die Zusammenarbeit von Feuerwehren und DWD ist ein wichtiger Beitrag zur Rettung von Menschenleben und Sachwerten.”

Der Präsident des DWD, Prof. Dr. Gerhard Adrian, betonte: “Der Deutsche Wetterdienst und der Deutsche Feuerwehrverband ziehen bei der Katastrophenvorsorge in Deutschland an einem Strang. Ich freue mich, dass unsere Partnerschaft mit diesem Kooperationsvertrag weiter ausgebaut wird. Das Single-Voice-Prinzip ist dabei ein wichtiger Baustein der Daseinsvorsorge in Deutschland. Davon profitieren alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landes in den jeweiligen Einsatzgebieten der Feuerwehren.”

Aktuelle Wetterinformationen und Unwetterwarnungen

Zu den meteorologischen und klimatologischen Leistungen des DWD für den Brand- und Katastrophenschutz gehören außer Unwetterwarnhinweisen auch die Bereitstellung spezieller Wetterinformationssysteme mit Radarbildern im Fünfminutentakt, Wetterprognosen, beispielsweise zu großflächigen Schadstoffausbreitungen, sowie die Beratung des DFV in allen meteorologischen und klimatologischen Fragen.

Über den Deutschen Feuerwehrverband

Der Deutsche Feuerwehrverband vertritt die Interessen der mehr als 1,3 Millionen Menschen in Freiwilligen Feuerwehren, Berufs- und Werkfeuerwehren sowie den Jugendfeuerwehren Er arbeitet für zukunftsfähige Rahmenbedingungen, um ein verlässliches System schneller und kompetenter Hilfe in Deutschland zu sichern.

Über den Deutschen Wetterdienst (DWD)

Der DWD ist der nationale Wetterdienst der Bundesrepublik Deutschland. Er erfasst, bewertet und überwacht mittels flächendeckender und hochleistungsfähiger Infrastruktur die physikalischen und chemischen Prozesse in unserer Atmosphäre und betreibt zudem das nationale Klimaarchiv.

Quelle: Deutscher Feuerwehrverband
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