Girls’Day: Großes Interesse am Beruf Feuerwehrfrau

Anteil an Feuerwehrfrauen wächst / Reportage begleitet 16-jährige Praktikantin

Berlin – „Frauen sind in vielen Feuerwehren etabliert – das Engagement beim Girls’Day hilft, das Berufsbild ,Feuerwehrfrau‘ bei Schülerinnen in der Berufsfindungsphase weiter bekannt zu machen“, lobt Ulrich Behrendt, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Am „Mädchen-Zukunftstag“ schnuppern am heutigen Donnerstag mehr als 100.000 Schülerinnen bundesweit in technisch-handwerkliche, natur- und ingenieurwissenschaftliche Berufe hinein. Zahlreiche Feuerwehren beteiligen sich mit attraktiven Angeboten: Da gibt es die Fahrt mit der Drehleiter, das Feuerlöscher-Training, die Rettung einer Person aus einem verrauchten Raum, die Atemschutz-Simulation und noch viele weitere Stationen. Dazu erhalten die Schülerinnen von erfahrenen Feuerwehrfrauen und -männern Informationen über das Berufsbild – in Berufs- und Werkfeuerwehr sowie als hauptamtliche Kraft in einer Freiwilligen Feuerwehr.

„Die Vielfalt der Feuerwehr eignet sich perfekt zur Darstellung an einem solchen Schnuppertag“, erläutert Behrendt, der selbst in einer Werkfeuerwehr tätig ist. „Wenn dann auch noch weibliche Feuerwehrangehörige selbst authentisch aus ihrem Alltag berichten, ist das Interesse häufig groß“, weiß der Vizepräsident.

Reportage: 16-jährige Paula bei der Berufsfeuerwehr Gießen

Die abwechslungsreichen Tätigkeiten in einer Berufsfeuerwehr konnte eine 16-jährige Schülerin aus Gießen bereits vor dem Girls’Day live erleben: Paula packte für eine Schicht in der Wachabteilung II der Berufsfeuerwehr Gießen mit an. Sabrina Reitz, Volontärin der Deutschen Jugendfeuerwehr, begleitete die junge Frau auf die Drehleiter und ins Löschgruppenfahrzeug. Ihre spannende Reportage steht unter www.jugendfeuerwehr.de online.

Quelle: Deutscher Feuerwehrverband

Gemeinde kassiert Feuerwehr ab.

Einsatz für die “Freiwillige Feuerwehr” und Feuerwehrleute sind mit Privatautos auf dem Weg zum Gerätehaus. Höchste Eile ist geboten und da achtet man nicht auf den Tacho. Wird man jetzt geblitzt, kassiert die Gemeinde. Laut Gesetz hat die Feuerwehr im Straßenverkehr Sonderrechte. Ebenfalls laut Gesetz hat der Feuerwehrmann mit der Alarmierung Sonderrechte. Gilt dies auch für die Fahrt im Privatauto?

HNA-Redakteur Holger Schindler sprach mit dem Kasseler Rechtsanwalt Dr. Bernd Stein, der auf Verkehrsrecht spezialisiert ist. Den Beitrag in der HNA finden Sie hier.

Modernisierte Feuerwache 1 der Feuerwehr Kassel offiziell in Betrieb genommen

139814VFeuerwehrleute stehen in ihrem Beruf immer wieder vor großen Herausforderungen: Menschen aus brennenden Gebäuden retten, Unfallopfer aus zertrümmerten Autos schneiden, gefährliche Flüssigkeiten auffangen. Die Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr Kassel haben in den vergangenen fünf Jahren noch eine ganz andere Herausforderung gemeistert: Sie arbeiteten auf einer Großbaustelle. Denn seit 2009 wurde die Feuerwache 1  umfangreich saniert und erweitert. Die 16 Millionen Euro teure Modernisierung wurde jetzt abgeschlossen und die neue Feuerwache an der Wolfhager Straße mit einer kleinen Feierstunde offiziell in Betrieb genommen. Am 28. September können die Menschen aus Kassel und der Region die moderne Feuerwache bei einem Tag der offenen Tür kennen lernen.

„Das 40 Jahre alte Gebäude wurde an die heutigen Anforderungen einer modernen und zukunftsorientierten Feuerwache angepasst“, erklärt Bürgermeister Jürgen Kaiser, Brandschutzdezernent der Stadt Kassel. Er dankte den Architekten, Handwerkern und Mitarbeitern des städtischen Amtes für Hochbau und Gebäudebewirtschaftung, die die Modernisierung realisiert haben. Kaiser dankte vor allem aber auch den 250 Beschäftigten der Berufsfeuerwehr. „Trotz mancher Einschränkungen und erforderlicher Provisorien während der Bauzeit haben Sie die Sicherheit der Menschen in Kassel stets gewährleistet und im Notfall gewohnt schnell und professionell geholfen“, stellte Kaiser fest.

139813VEine der wichtigsten Neuerungen auf der Feuerwache 1 ist die bauliche Trennung der Bereiche für den Rettungsdienst und die Feuerwehr. Die Fahrzeuge und Besatzungen des Lösch- und des Rüstzuges sind im Hauptgebäude untergebracht und rücken zur Hoffmann-von-Fallersleben-Straße aus. Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes und die Rettungswagen der Feuerwehr Kassel sind im Neubau an der Gießbergstraße untergebracht. Dort befindet sich auch das neue Desinfektionszentrum für die Fahrzeuge des Rettungsdienstes.

Neu entstanden ist unter anderem auch die Atemschutzübungsanlage für alle Feuerwehrleute aus Stadt und Landkreis Kassel, ein Sport- und Fitnessbereich für die Beschäftigten der Berufsfeuerwehr, eine Wäscherei für die Einsatzkleidung  und moderne Aufenthalts- und Ruheräume für die im 24-Stunden-Dienst tätigen Einsatzkräfte. Diesen stehen nun Einzelzimmer statt den bislang üblichen Zwei- und Drei-Bett-Zimmern zur Verfügung.

Früher mussten die Feuerwehrleute den Hof überqueren, um andere Gebäude der Wache zu erreichen. Nun sind die verschiedenen Gebäude der Feuerwache mit Laufbrücken verbunden, so dass alle Bereiche trockenen Fußes erreicht werden können. „Trotz der großen Gebäudeausdehnung haben wir darauf geachtet, möglichst kurze und hindernisfreie Wege zu den Einsatzfahrtzeugen zu erhalten“, erklärt Norbert Schmitz, Leiter der Berufsfeuerwehr Kassel. Unter anderem wurden zusätzliche Sprungschächte eingebaut. In diesen befinden sich die Rutschstangen, an den die Feuerwehrleute im Alarmfall von einem oberen Stockwerk in die Fahrzeughalle rutschen können.

„Die Qualität und die Sicherheit standen bei diesem besonderen Bauvorhaben im Vordergrund“, erklärt Stadtbaurat Christof Nolda mit Blick auf die fünfjährige Bauzeit.  Durch eine gute Planung habe man sichergestellt, dass sich die durch den Bau entstandenen Einschränkungen lediglich auf den inneren Dienstbetrieb der Feuerwehr ausgewirkt haben. Und auch die Sicherheit der Feuerwehrleute habe während des Baus garantiert werden müssen, wenn diese bei einem Alarm schnell zu ihren Fahrzeugen  gelangen mussten.

„Nur durch die sehr enge Einbindung der Feuerwehr-Mitarbeiter in den kompletten Bauprozess war der Vollbetrieb der Feuerwache während der gesamten Bauphase möglich“, ergänzt Daniel Kleinschmidt, Bau- und Projektleiter der Feuerwehr. Durch die intensive Beteiligung der Feuerwehr konnten während des Umbaus auch die teils sehr speziellen Anforderungen einer Feuerwache gut umgesetzt werden.

„Der annähernd autarke, innerstädtische Block der Feuerwache lässt Assoziationen zu einer Klosteranlage entstehen, da hier ein ruhiger Innenhof ausgebildet ist, der eine eigene Welt innerhalb des städtischen Lebens rund um die Feuerwache darstellt“, erklärt  RSE-Architekt Martin Neitzel. An den Innenhof seien alle wichtigen Funktionen angebunden.

Die Fassaden wurden entsprechend den Anforderungen der einzelnen Funktionsbereiche gestaltet: Großzügige Verglasung in Form von Fensterbändern wurden dort angeordnet, wo sich Büros befinden. Kleinteilige Lochfassade entstanden im Bereich von Umkleiden. Die Feuerwehrtore sind großzügig verglast, um das Tageslicht möglichst tief in die Doppelgaragen hinein zu bringen und nach außen hin die Funktion der Feuerwache für die Passanten sichtbar werden zu lassen.  Es wurden bewusst schlichte Materialien eingesetzt, wie Beton, Glas, Blech und Putzflächen, um die sanierten Gebäuden unprätentiös in das vorhandene Stadtbild zu integrieren, erklärt Neitzel. Außerdem bewirkt die Materialwahl, dass die sanierten Altgebäude mit dem Neubau zu einer Einheit verschmelzen.

Tag der offenen Tür am 28. September

Die Menschen aus Kassel und Umgebung haben am Sonntag, 28. September, die Möglichkeit, die modernisierte Feuerwache 1 der Berufsfeuerwehr Kassel kennenzulernen. Denn dann lädt die Feuerwehr Kassel zu einem Tag der  offenen Tür ein.

Zahlen, Daten, Fakten

Maßnahme:  grundlegende Sanierung, Erweiterung und Modernisierung der Feuerwache 1
Bauzeit: November 2009 bis Juli 2014
Gesamtkosten:  16 Millionen Euro, davon 6,7 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm
Beschäftigte der Feuerwehr Kassel: 253 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 231 im Einsatzdienst.
Fahrzeuge auf der Feuer- und Rettungswache 1:
8 Fahrzeuge des Lösch- und Rüstzuges
27 Sonderfahrzeuge wie Feuerwehrkran, Einsatzleitwagen 2, Gerätewagen Wasserrettung
6  Fahrzeuge des Rettungsdienstes
13 sonstige Fahrzeuge wie Mannschaftstransportwagen, Pkw, Lkw
Integrierte Leitstelle für die Stadt und den Landkreis Kassel: 100.371  Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst im Jahr 2013

Ein Video über die modernisierte Feuerwache finden Sie unter  http://www.stadt-kassel.de/aktuelles/meldungen/20517/

Rettungszentrum liefert Anregungen

Stefan Stracke, Chef der Polizeileitstelle, informierte Landrat Thoma Hendele (2. v. r.) und die übrigen Besucher aus dem Kreis Mettmann bei einem Rundgang. Foto: Wilhelm Müschenborn/Kreis Soest

Stefan Stracke, Chef der Polizeileitstelle, informierte Landrat Thoma Hendele (2. v. r.) und die übrigen Besucher aus dem Kreis Mettmann bei einem Rundgang. Foto: Wilhelm Müschenborn/Kreis Soest

Landrat und Politiker aus dem Kreis Mettmann informierten sich

Kreis Soest (kso.2014.04.09.175.-rn). Wie könnte die neue Leitstelle des Kreises Mettmann aussehen? Antworten auf diese Fragen suchten Landrat Thomas Hendele und Vertreter der im Kreistag Mettmann vertretenen Fraktionen bei einem Besuch des Rettungszentrum des Kreises Soest am Soester Boleweg. Vor allem die Nachbarschaft von Polizei- und Kreisleitstelle interessierte die Besucher aus dem Rheinland.

Mit Kreisdirektor Dirk Lönnecke, Hans-Peter Trilling, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes, Stefan Stracke, Chef der Polizeileitstelle, und Jürgen Bornemann, Abteilungsleiter Büro der Landrätin, trafen die Gäste aus dem Kreis Mettmann auf kompetente Gesprächspartner. Trilling und Stracke zogen eine positive Bilanz der Leitstellen-Kooperation. Obwohl dienstrechtlich nach wie vor streng getrennt, ergäben sich durch die Arbeit Tür und Tür und die damit verbundenen kurzen Wege sowie das kollegiale Miteinander im Alltag viele Vorteile. Das habe die Praxis seit Bezug des Rettungszentrums gezeigt, betonten Trilling und Stracke.

Die Besucher zeigten sich über die Leitstellen hinaus am Gesamtkonzept des integrierten Rettungszentrums interessiert, in dem neben den Leitstellen Einrichtungen des Feuer- und Katastrophenschutzes, die Rettungswache Soest und der Veterinärdienst untergebracht sind. Jürgen Bornemann, der das Projekt als Controller begleitet hatte, erläuterte, dass das Rettungszentrum als PPP-Projekt (Public Private Partnership) mit der Firmengruppe Derwald aus Dortmund realisiert worden sei. Dieser Weg sei beschritten worden, weil das einen Wirtschaftlichkeitsvorteil von fast acht Prozent bedeutet habe.

Beschilderte Feldwege helfen bei der Orientierung

OB Claus Kaminsky enthüllt das neue Namensschild für den Feldweg am Tistrasee im Beisein von Stadtrat Andreas Kowol (Bildmitte) und Ortsvorsteher Sascha Feldes (ganz rechts).

OB Claus Kaminsky enthüllt das neue Namensschild für den Feldweg am Tistrasee im Beisein von Stadtrat Andreas Kowol (Bildmitte) und Ortsvorsteher Sascha Feldes (ganz rechts).

Im Herbst 2012 war es, als Rettungskräfte einen schwer verletzten 61-Jährigen, der nach dem Sturz vom Fahrrad in der Nähe des Tistrasees umherirrte, nicht auf Anhieb finden konnten. Einer besseren Orientierung dienen sollen von nun an neu zugeordnete Straßennahmen für die Feldwege in dieser Gemarkung. Bei einem Ortstermin dankten Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Klein-Auheims Ortsvorsteher Sascha Feldes der Jagdgenossenschaft Klein-Auheim, die sich für die Feldwegbeschilderung eingesetzt hatte und die Kosten dafür trägt.
Die Jagdgenossenschaft Klein-Auheim hoffe nun, dass bei Rettungseinsätzen dank klarer  Straßen-Navigation schneller Hilfe erfolgen könne, begründete Vorsitzender Bertrand Weber die Initiative. Nachdem der Antrag im Rathaus eingegangen war, galt es für die Stadt langwierige Verhandlungen auch mit anderen Jagdgenossenschaften zu führen. Denn Ziel war, gleich mehreren Feldwege Namen zu geben, die in als Bezeichnung für verschiedene Hanauer Gemarkungen geläufig sind.
So gibt es in Klein-Auheim am Feldwegrand nun nicht nur das Straßenschild “Am Tistrasee” oder “Am Wildbiotop”, sondern auch die Bezeichnungen “Bruchseite” und “Böse Fohle”, benannt nach der eher bescheidenen Qualität des dortigen Ackerbodens. Die Namen der Feldwege beruhen größtenteils auf historischen Flur- und Gewannbezeichnungen. Insgesamt hat der Fachbereich Grundstücke und Logistik der Stadtverwaltung in Klein-Auheim 14 Feldwege mit spezifischen Namen versehen.
Die neuen Straßennamen werden in die Stadtkarte Hanau übernommen. Darüber hinaus finden sie über die Katasterverwaltung  schrittweise Eingang in die Navigationsgeräte.
Rund 2500 Euro hat sich die Jagdgenossenschaft Klein-Auheim das Beschaffen und Aufstellen der neuen Straßenschilder kosten lassen. Die Pflege obliegt künftig dem städtischen Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service.
OB Kaminskky würdigte den “kleinen, aber wichtigen Beitrag” der Jagdgenossenschaft für die Allgemeinheit. Ortsvorsteher Feldes meinte, das Klein-Auheimer Beispiel mache Schule für ganz Hanau, denn auch in anderen  Stadtteilen erhalten Feldwege Schritt für Schritt Namensschilder.

Feuerwehr-Präsident fordert Hilfspflicht für Gaffer

Einsatzleiter sollen Schaulustige beim Hochwasser zum Dienst heranziehen.

Berlin – Katastrophentouristen beim Hochwasser sollen beim Füllen von Sandsäcken helfen oder andere, dringend notwendige Hilfsdienste verrichten. Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) appelliert an die Einsatzleiter vor Ort, Schaulustige gegebenenfalls zu solchen Arbeiten heranzuziehen.

„Dafür geben sowohl die Brandschutzgesetze der Länder als auch die Landeskatastrophenschutzgesetze die rechtliche Grundlage her. Jeder Einsatzleiter kann jede mindestens 16 Jahre alte Person zur persönlichen Hilfeleistung bei Not- und Unglücksfällen und bei der Bekämpfung von Katastrophen zur Mithilfe verpflichten. Das ist in diesem Falle eine doppelt wirksame Maßnahme: Die Zahl der Helfer nimmt zu, die der Gaffer ab und damit auch die Behinderung unserer Arbeit“, erläutert DFV-Präsident Hans-Peter Kröger.

„Katastrophentourismus ist ein ernst zu nehmendes Problem. Schaulustige blockieren mit ihren Autos Zufahrtsstraßen und Aufstellplätze, stehen Einsatzkräften im Weg, beeinträchtigen die Sicherheit von Deichen und bringen sich auch selbst in Gefahr. Dies bindet weitere Einsatzkräfte, die woanders dringend gebraucht werden“, erklärt der Feuerwehr-Präsident weiter.

Der Deutsche Feuerwehrverband zeigt sich dagegen erfreut über die große Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern, die sich in den Flutgebieten freiwillig zur Mithilfe gemeldet haben. Kröger: „Das ist echter Bürgersinn, den wir in den Alltag herüberretten sollten. Die große Solidarität zeigt, dass ehrenamtliches Engagement in den Feuerwehren alles andere als out ist.“

Quelle: Deutscher Feuerwehrverband
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